Es handelt sich um eine übertriebene Reaktion der Atemwege bei manchen Menschen, die extrem empfindlich auf normale Stoffe in der Umwelt reagieren. Sie verursachen eine Verengung des Bronchiallumens und der Bronchiolen, die den normalen Luftdurchgang zu den Lungenbläschen, in denen der Gasaustausch stattfindet, verhindert.
Häufige Ursachen sind: Umweltstoffe (Pollen, Rauch, Dämpfe von Industriestoffen, Milben, Schimmel, Tierhaare), kalte Temperaturen, Infektionen der Atemwege und bestimmte Medikamente (Aspirin, NSAIDs...).
Sie äußert sich durch Atembeschwerden, pfeifende Atemgeräusche, Erstickungsgefühl und Husten.
Die Diagnose wird klinisch gestellt, durch Befragung und körperliche Untersuchung. Besteht der Verdacht auf eine Infektion, werden eine Blutuntersuchung und eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs durchgeführt, um die Ursache zu ermitteln.
Die Behandlung zielt hauptsächlich darauf ab, die auslösende Ursache zu vermeiden oder zu beheben. Medikamente wie inhalative Bronchodilatatoren und Kortikosteroide werden eingesetzt, um den Luftstrom durch die Atemwege zu verbessern.
- Catherine Lemière, MD. LouisPhilippe Boulet, MD. André Cartier, MD. Reactive airways dysfunction syndrome and irritant-induced asthma. UpToDate. Feb 02, 2016.
- Charles G Irvin, PhD, FERS. Bronchoprovocation testing. UpToDate. Jun 03, 2016.
- Global Strategy for Asthma Management and Prevention, Global Initiative for Asthma (GINA) 2015. www.ginasthma.org
- National Asthma Education and Prevention Program: Expert panel report III: Guidelines for the diagnosis and management of asthma. Bethesda, MD: National Heart, Lung, and Blood Institute, 2007. (NIH publication no. 084051). www.nhlbi.nih.gov/guidelines/asthma/asthgdln.htm.

