Hautveränderung, die durch das Auftreten von Rötungen und Pickeln gekennzeichnet ist. Sie tritt häufiger in der Pubertät auf, obwohl sie in jedem Alter und bei beiden Geschlechtern gleichermaßen auftreten kann.
Sie tritt auf, wenn die Haarfollikel mit Fett und/oder toten Zellen bedeckt sind. Sie wurde mit dem Milchkonsum in Verbindung gebracht, und ihre Verbindung mit dem Schokoladenkonsum hat sich als falsch erwiesen.
Sie manifestiert sich normalerweise mit Mitessern, schwarzen Punkten oder Pickeln im oberen Körperbereich, insbesondere im Gesicht, auf der Brust und im oberen Rückenbereich. Wenn die Haut stark betroffen ist, kann es zu dauerhafte Narben kommen, wenn die Pickel verschwinden. Wenn die betroffene Fläche sehr groß ist und/oder wenn die Pickel sehr deutlich zu sehen sind, kann es bei der betroffenen Person Scham, Rückzug und Angst auslösen. Wenn die Pickel angefasst werden, wird eine Infektion begünstigt, die zu schuppigen und/oder geschwürigen Hautläsionen führen kann.
Die Diagnose wird durch eine körperliche Untersuchung gestellt, ohne dass Tests durchgeführt werden müssen, außer in sehr schweren oder unsicheren Fällen.
Die Behandlung hängt vom Alter und der Ursache der Akne ab. Es wird empfohlen, die Haut mit Wasser und pH-neutraler Seife zu waschen. Wenn eine auslösende Ursache bekannt ist, sollte diese z.B. durch das Absetzen von Medikamenten, die Akne verursachen können, behandelt werden.
Medikamente, die die Fettproduktion verringern, Entzündungen reduzieren, die Erneuerung der Hautzellen fördern und Infektionen behandeln/verhindern sollen, werden eingesetzt. Die häufigsten lokalen Medikamente sind: Retinoide, Antibiotika, Dapson, Salizylsäure und Azelainsäure. Die am häufigsten verwendeten oralen Medikamente sind orale Kontrazeptiva, Antiandrogene, orale Antibiotika und Isotretinoin.
Andere zur Behandlung von Akne eingesetzte Therapien umfassen chemische Peelings, Laser, Komedonextraktion und Steroidinjektionen bei abgeleiteten zystischen Läsionen.
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