Das Volumen der Zerebrospinalflüssigkeit, die das Gehirn und das Rückenmark umgibt, ist erhöht. Wird als normotensiv beschrieben, weil die Flüssigkeitszunahme nicht mit einem erhöhten intrakraniellen Druck einhergeht.
Die Auslöserursache ist nicht bekannt, jedoch wurde eine höhere Inzidenz bei Patienten mit zerebralem Aneurysma, Meningitis oder einer Gehirnoperation in der Anamnese berichtet.
Die Triade der Symptome umfasst verminderte geistige Leistungsfähigkeit, Schwierigkeiten beim Gehen und Harninkontinenz.
Die Diagnose erfolgt durch klinische Befragung und vollständige neurologische Untersuchung. Zur Bestätigung der Diagnose werden eine Liquoranalyse und ein bildgebender Test (Computertomographie oder Magnetresonanztomographie) durchgeführt.
Die Behandlung zielt darauf ab, Zerebrospinalflüssigkeit aus der Schädelhöhle zu extrahieren. Es wird eine kraniale Drainage mit einer Öffnung in das Bauchfell implantiert.
- Neill R Graff-Radford. Normal pressure hydrocephalus. UpToDate. Mayo 2016
- Krauss JK. Normal pressure hydrocephalus: survey on contemporary diagnostic algorithms and therapeutic decision-making in clinical practice. Acta Neurochir (Wien) 2004; 146:379.
- Tisell M. National and regional incidence of surgery for adult hydrocephalus in Sweden. Acta Neurol Scand 2005; 112:72.
- Klassen BT. Normal pressure hydrocephalus: how often does the diagnosis hold water? Neurology 2011; 77:1119.
- Vanneste JA. Diagnosis and management of normal-pressure hydrocephalus. J Neurol 2000; 247:5.
- Hebb AO. Idiopathic normal pressure hydrocephalus: a systematic review of diagnosis and outcome. Neurosurgery 2001; 49:1166.

