Anpassungsstörungen bezeichnen einen psychologischen Zustand, bei dem eine Person als Reaktion auf ein belastendes Ereignis emotionale Symptome oder Verhaltensstörungen zeigt.
Sie werden in der Regel durch Faktoren wie Stress am Arbeitsplatz, den Verlust eines geliebten Menschen, eine medizinische Erkrankung oder eine bedeutende Veränderung im Leben einer Person verursacht.
Die Symptomatik ist von Person zu Person unterschiedlich, aber zu den häufigsten Symptomen gehören Angst, Traurigkeit, Reizbarkeit, veränderte Schlafgewohnheiten, Konzentrationsschwierigkeiten und veränderter Appetit.
Die Diagnose wird durch eine psychologische Beurteilung gestellt, bei der die Krankengeschichte, die Symptome und die Auswirkungen auf das tägliche Funktionieren der Person berücksichtigt werden. Es ist wichtig, andere psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen oder generalisierte Angstzustände auszuschließen, die ähnliche Symptome aufweisen können.
Die Behandlung konzentriert sich darauf, die Symptome zu behandeln und der Person durch Psychotherapie zu helfen, sich an belastende Ereignisse anzupassen. In einigen schwereren Fällen kann es notwendig sein, zusätzlich Medikamente zu verabreichen.
- American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, Text Revision (DSM-5-TR), Washington, DC 2022.
- Carta, M.G., Balestrieri, M., Murru, A. et al. Adjustment Disorder: epidemiology, diagnosis and treatment. Clin Pract Epidemiol Ment Health 5, 15 (2009). https://doi.org/10.1186/1745-0179-5-15
- O’Donnell ML, Agathos JA, Metcalf O, Gibson K, Lau W. Adjustment Disorder: Current Developments and Future Directions. International Journal of Environmental Research and Public Health. 2019; 16(14):2537.

