Bakterielle Meningitis

Mittlere Dringlichkeit
HäufigMäßig schwer

Es ist eine Infektion der Schichten, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben und schützen, sogenannte Hirnhäute.

Die am häufigsten beteiligten Bakterien sind: Meningokokken, Pneumokokken, Streptokokken der Gruppe B und Haemophilus influenzae. Bei Patienten zwischen 50 und 60 Jahren mit zellulärer Immundefizienz ist Listeria monocytogenes das häufigste Bakterium. Risikofaktoren oder Situationen, die das Auftreten von Meningitis begünstigen sind Sinusitis, Otitis media, Diabetes, Alkoholismus, fehlende Milz, und Schädel-Hirn-Trauma mit Austritt von Zerebrospinalflüssigkeit durch die Nase (Rhinorrhoe).  

Sie äußert sich typischerweise in Fieber, Kopfschmerzen, Steifheit der Nackenmuskulatur und verändertem Geisteszustand. Andere damit verbundene Symptome sind Übelkeit und Erbrechen, Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Krämpfe, Reizbarkeit, Photophobie usw. Wenn die Ursache Meningokokken sind, können Hautläsionen auftreten.

Die Diagnose wird durch Anamnese und körperliche Untersuchung durchgeführt werden, wird durch Liquoranalyse bestätigt werden.

Die Behandlung erfolgt frühzeitig mit Antibiotika, die bei Verdacht auf eine Pneumokokken- oder H.-influenzae-Meningitis mit Kortikosteroiden kombiniert werden. Antithermika zur Fieberkontrolle, Antikomitika bei Krampfanfällen und Serotherapie zur Aufrechterhaltung der Vitalparameter werden hinzugefügt.

Bibliographische Referenzen
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  5. J. García San Miguel. Meningitis. Farreras Rozman. Medicina Interna. Volumen II. Duodécima edición. 1381:1384.
Verfasser/-in
Dr. Oscar Garcia-Esquirol
Copyright
© TeckelMedical 2026

Symptome

    Koma


    Verminderter Bewusstseinszustand


    Steifer Nacken


    Lichtempfindlichkeit


    Schläfrigkeit

Prähospitale Empfehlungen

Nehmen Sie rezeptfreie Analgetika oder entzündungshemmende Mittel ein.
Einnehmen von Antiemetika, wenn Erbrechen auftritt.
Bei Krämpfen ist es wichtig zu verhindern, dass sich die Person den Kopf stößt. Zu diesem Zweck sollte die Person auf die Seite gelegt und kein Gegenstand oder eine Hand in den Mund gesteckt werden.
Ruhe bewahren.