Es handelt sich um den Verlust oder Verminderung der sensorischen oder motorischen Funktion einer Nervenwurzel, was Symptome wie Schmerzen, Kribbeln und Schwäche verursacht, die in das Bein ausstrahlen.
Sie ist auf die Degeneration der Bandscheiben zwischen den Wirbeln zurückzuführen, deren Aufgabe es ist, die Stöße der Wirbel bei Bewegung abzufedern. Mit dem Verlust eines Teils ihres Wassergehalts verlieren die Bandscheiben ihre Flexibilität und werden anfälliger für Risse oder Brüche. Ein weiterer Faktor ist eine sitzende Lebensweise, da die Muskeln, die der Wirbelsäule Stabilität verleihen, nicht trainiert werden.
Die Diagnose basiert auf einer korrekten klinischen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung, die zusätzliche Tests wie Röntgen, CT oder MRT erfordert, um Veränderungen an der Wirbelsäule zu erkennen und den betroffenen Nerv und seine Ursache zu identifizieren. Es kann auch ein EMG durchgeführt werden, um das Vorhandensein von Läsionen zu beurteilen, die die Nerven und Muskeln beeinträchtigen können.
Zur Behandlung von akuten Schmerzen werden Paracetamol, NSAR und sogar Opiate eingesetzt. Kortison kann in einigen Fällen entweder oral oder durch Injektionen in der Nähe der Stelle, an der der Nerv eingeklemmt wird, verabreicht werden. In Fällen, in denen die Schmerzen chronisch werden, können auch trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin, Antiepileptika wie Gabapentin und Pregabalin sowie die Behandlung mit Physiotherapie eingesetzt werden. In den schwersten Fällen können Ärzte eine Operation anordnen, hauptsächlich zur Dekompression der betroffenen Nervenwurzel.
Auf der Höhe des letzten Lendenwirbels und des Kreuzbeins treten mehrere Nervenwurzeln aus der Wirbelsäule aus und bilden die so genannte Cauda equina. Sie steuern die unteren Gliedmaßen und die Beckenorgane.
Wenn diese betroffen sind, kommt es zu Schmerzen im unteren Rücken, im Dammbereich oder in den unteren Extremitäten, verbunden mit einem Verlust der Empfindsamkeit in den Genitalien und im Anus, in der Haut des Dammes und den Oberschenkel, sowie Impotenz, Verstopfung, Inkontinenz oder Unfähigkeit zu urinieren.
Es handelt sich um einen medizinischen Notfall, der sofort behandelt werden muss, da einige Symptome irreversibel sein können und sich der Zustand des Patienten innerhalb von nur 24 Stunden verschlechtern kann. Es erfordert eine notfallmäßige chirurgische Dekompression, um den Druck auf den Nerv zu verringern oder zu beseitigen.
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