Ein Hämatom wird definiert als eine Ansammlung von Blut, die durch das Platzen von Blutgefäßen unter der Haut entsteht. Wenn es im Bereich des Perineums oder der Vulva auftritt, wird es als Vulvahämatom bezeichnet.
Die häufigsten Ursachen sind Prellungen oder Schläge im Perinealbereich und Geschlechtsverkehr mit Penetration oder Einführung von Fremdkörpern. Es wird durch Gerinnungsstörungen oder die Einnahme von Antikoagulanzien begünstigt.
Es manifestiert sich durch Schmerzen, eine geschwollene Stelle und eine dunkelrote Verfärbung der Haut im Genitalbereich.
Die Diagnose erfolgt durch eine klinische Befragung, die die Vorgeschichte des Traumas aufdeckt, und eine genitale Untersuchung. Eine Blutuntersuchung kann erforderlich sein, um die Anzahl der roten Blutkörperchen und der Gerinnungsfaktoren zu quantifizieren.
Die meisten Vulvahämatome sind mild und heilen schnell ab. In schwereren Fällen, in denen die Blutung nicht selbstlimitierend ist und/oder von starken Schmerzen begleitet wird, kann eine chirurgische Entlastung des Hämatoms erforderlich sein.
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