Infektion des Dünndarms, die sich mit sehr reichlichen wässrigen Durchfällen äußert. Dies gilt als nicht entzündlicher Durchfall, da er keine Schäden an der Darmwand verursacht.
Sie wird durch eine bakterielle Infektion verursacht, die zu einer vermehrten Wasserausscheidung aus den Darmzellen führt. Das typischste Bakterium ist Vibrio cholerae.
Der starke wässrige Durchfall wird von anderen Symptomen begleitet, die sich daraus ergeben: Starker Durst, Dehydrierung mit trockener Haut, fehlende Tränen, geringe Urinausscheidung, schneller Puls, eingefallene Augen, Schläfrigkeit und Lethargie. Übelkeit, Fieber oder Bauchschmerzen treten in der Regel nicht auf.
Die Diagnose wird durch Anamnese und körperliche Untersuchung, Labortests sowie Blut- und Stuhlkulturen gestellt.
Ziel der Behandlung ist es, den Flüssigkeitsverlust zu ersetzen, je nach Schwere der Erkrankung entweder oral oder intravenös. Bei Fieber, erheblicher Dehydrierung oder starkem allgemeinem Unwohlsein wird die Behandlung durch intravenöse Antibiotika ergänzt. Die Entwicklung der Krankheit sollte genau beobachtet werden.
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