Schwangerschaftscholestase ist eine Störung, die durch generalisierten Hautjuckreiz gekennzeichnet ist.
Sie tritt in der Regel während des dritten Schwangerschaftstrimesters auf und verschwindet nach der Geburt. Darüber hinaus ist die Inzidenz bei lateinamerikanischen Schwangeren, Mehrlingsschwangerschaften, In-vitro-Fertilisation und bei Schwangeren, die bereits in einer früheren Schwangerschaft eine Cholestase hatten, höher.
Sie manifestiert sich durch Hautjucken, das typischerweise die Handflächen und Fußsohlen betrifft. Der Juckreiz tritt meist nachts auf und kann so intensiv sein, dass er den Schlaf stört. Es birgt keine Risiken für die Gesundheit der Schwangeren, kann aber Risiken für den Fötus in Form von Frühgeburt, Mekonium und intrauterinem Fruchttod mit sich bringen.
Die Diagnose basiert auf der Anamnese und der körperlichen Untersuchung. In Blut- und Urinanalysen kann ein erhöhter Gallensäurespiegel nachgewiesen werden.
Ursodeoxycholsäure ist die Behandlung der Wahl und wird mit einer deutlichen Verbesserung sowohl der Symptome als auch der Laborveränderungen in Verbindung gebracht. In schwereren Fällen kann eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft erforderlich sein.
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