Chronische Beckenschmerzen sind eine Erkrankung, die durch anhaltende Beschwerden im Beckenbereich, insbesondere im unteren Bauchbereich, gekennzeichnet ist. Sie können sowohl Männer als auch Frauen betreffen, wobei sie bei Frauen häufiger vorkommen.
Die Ursachen können vielfältig sein und umfassen gynäkologische, urologische, gastrointestinale und muskuloskelettale Störungen, unter anderem.
Die Erkrankung kann sich durch konstante oder intermittierende Schmerzen im Beckenbereich, Beschwerden während des Geschlechtsverkehrs, Veränderungen der Darm- und/oder Blasenfunktion äußern und sogar die Lebensqualität und emotionale Gesundheit beeinträchtigen.
Die Diagnose basiert auf einer gezielten Befragung zu den Schmerzcharakteristika und kann eine umfassende Beurteilung einschließlich körperlicher Untersuchungen, Labortests und bildgebender Verfahren erfordern.
Die Behandlung sollte je nach Ursache individuell angepasst werden. Sie kann Medikamente zur Schmerzlinderung, Physiotherapie und in einigen Fällen chirurgische Eingriffe umfassen. Ergänzende Ansätze wie Akupunktur oder kognitive Verhaltenstherapie können sich als nützlich erweisen.
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