Psychische Erkrankung, die die Stimmung betrifft und zu Rückzug oder Einschränkungen in verschiedenen Lebensbereichen (persönlich, familiär, beruflich) führt. Sie wird häufiger bei Frauen diagnostiziert.
Ihr Ursprung ist multifaktoriell: genetische, biologische, umweltbedingte und psychologische Faktoren.
Sie äußert sich durch Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Unglücklichsein, allgemeine Antriebslosigkeit, geringes Selbstwertgefühl sowie Verlust von Interesse oder Freude an alltäglichen Dingen. Häufig tritt sie zusammen mit Veränderungen des Appetits und des Schlafes auf.
Die Diagnose erfolgt klinisch anhand eines gezielten Gesprächs, das verschiedene medizinische Kriterien berücksichtigt; andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen müssen ausgeschlossen werden. Die Behandlung kombiniert Medikamente, Psychotherapie und/oder Verhaltenstherapie.
Die Schwere des Krankheitsbildes sollte von einem Spezialisten beurteilt werden, einschließlich des Suizidrisikos. Im Allgemeinen wird geraten, in der Notaufnahme vorstellig zu werden, wenn selbstschädigendes Verhalten, starke Beeinträchtigungen (die grundlegende Aktivitäten einschränken) oder wiederkehrende Todesgedanken bestehen.
- John Williams, MD. Jason Nieuwsma, PhD. Screening for depression in adults. UpToDate. Jul 19, 2016.
- Ansseau M, Dierick M, Buntinkx F, et al. High prevalence of mental disorders in primary care. J Affect Disord 2004; 78:49.
- Bell RA, Franks P, Duberstein PR, et al. Suffering in silence: reasons for not disclosing depression in primary care. Ann Fam Med 2011; 9:439.
- Siu AL, US Preventive Services Task Force (USPSTF), Bibbins-Domingo K, et al. Screening for Depression in Adults: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. JAMA 2016; 315:380.
- Peter P Roy-Byrne, MD. Unipolar depression in adults: Treatment with antidepressant combinations. UpToDate. May 27, 2015.

