Es handelt sich um eine schwere Dekompensation bei Diabetespatienten, bei der extrem hohe Blutzuckerspiegel, erhebliche Dehydratation und eine beeinträchtigte Bewusstseinslage auftreten. Diese Komplikation tritt üblicherweise bei Typ-2-Diabetikern auf, die nicht insulinabhängig sind.
Auslöser können Infektionen, schwere Erkrankungen, Nierenfunktionsstörungen und Medikamente sein, die die Wirkung von Insulin verringern oder dessen Einnahme unterbrechen. Diese Zustände werden durch Dehydratation und fortgeschrittenes Alter begünstigt.
Die Symptome entwickeln sich langsam, manchmal über Wochen hinweg. Typische Anzeichen sind trockene Haut und Schleimhäute, starkes Durstgefühl und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma. Es kann mit Fieber, Übelkeit, Gewichtsverlust und Krampfanfällen einhergehen.
Die Diagnose erfolgt durch klinische Befragung, körperliche Untersuchung und Blutuntersuchungen. Im Gegensatz zur diabetischen Ketoazidose sind Ketone im Urin selten nachweisbar.
Die Behandlung erfordert die Korrektur der auslösenden Ursache und sollte in einem Krankenhaus durchgeführt werden, um eine angemessene Flüssigkeitszufuhr mittels intravenöser Infusionstherapie und die Verabreichung von Insulin zur Senkung der hohen Blutzuckerspiegel sicherzustellen.
Diese Komplikation wird als medizinischer Notfall betrachtet, mit einer damit verbundenen Sterblichkeitsrate von 40%.
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