Es ist gekennzeichnet durch eine Entzündung der Vulva und/oder Vagina mit dem Auftreten von vaginalem Ausfluss.
Es ist ein häufiges gynäkologisches Problem bei vorpubertären Mädchen zwischen 9 und 15 Jahren, mit einem zweiten Höhepunkt zwischen 20 und 40 Jahren.
Faktoren, die prädisponieren können, sind: Schlechte Hygiene der vulvären oder perianalen Zone, enge Kleidung, chemische Reizstoffe (Seifen) und die Einnahme von Antibiotika.
Die Symptomatologie ist gekennzeichnet durch weißlichen oder gelb-grünlichen Ausfluss, manchmal übelriechend (Fischgeruch), Rötung oder Entzündung der Vulva und/oder Vagina, Juckreiz oder Brennen beim Wasserlassen und/oder Juckreiz der Vulva.
Die Diagnose wird durch die Krankengeschichte und körperliche Untersuchung des Patienten durchgeführt.
In leichten Fällen umfasst die Behandlung hygienische Maßnahmen, die eine ordnungsgemäße Reinigungstechnik, die Verwendung von Baumwollunterwäsche und die Vermeidung von eng anliegenden Kleidungsstücken und parfümierten oder reizenden Seifen einschließen. Bei Infektionen mit persistierenden oder sich verschlechternden Symptomen können Antimykotika/Antibiotika oral oder vaginal verabreicht werden.
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