Der epileptische Anfall wird durch eine abnormale elektrische Aktivität in den Neuronen des Gehirns verursacht. Zwischen 5 und 10% der Menschen erleiden mindestens einmal in ihrem Leben einen Anfall. Wenn Anfälle oder Krisen wiederholt auftreten, spricht man von Epilepsie, die zu einem chronischen Prozess wird.
Ursachen können Hirnverletzungen durch Traumata, Folgen von Meningitis, Tumore oder Toxine sein. Wenn keine identifizierbare Ursache vorliegt, spricht man von idiopathischen epileptischen Anfällen.
Die Symptome variieren je nach betroffenem Hirnbereich, was die Klassifizierung der epileptischen Anfälle bestimmt: Tonisch-klonische Anfälle (Bewusstseinsverlust, Steifheit, Muskelkrämpfe), einfache und komplexe partielle Anfälle (wiederholte Bewegungen einer bestimmten Zone), Absencen (Bewusstseinsverlust).
Die Diagnose erfolgt durch klinische Befragung, körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen und Elektroenzephalogramm. Weitere bildgebende Untersuchungen können zur Untersuchung der auslösenden Ursache angefordert werden.
Die Akutbehandlung besteht aus antikonvulsiven Medikamenten. Bei wiederholten Episoden wird in der Regel eine Langzeitbehandlung eingeleitet, um Rückfälle zu vermeiden. In Fällen, die nicht auf die Behandlung ansprechen, kann eine tiefe Sedierung (künstliches Koma) erforderlich sein. Die auslösende Ursache sollte korrigiert werden, wenn sie bekannt ist.
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