Diese betrifft tiefliegendes Gewebe der Haut (subkutane Ebene) und ist schwerwiegender als Erfrierungen ersten und zweiten Grades.
Sie werden durch extreme und/oder langanhaltende Kälte verursacht. Feuchtigkeit, Tauchen im Wasser sowie Schnee und Wind verschlimmern die Wirkung der Kälte und die daraus resultierenden Läsionen.
Die Symptome umfassen Blässe, Empfindungsverlust, Blutblasen, graue oder schwarze Haut, Schmerzen und Gelenksteifheit.
Die Diagnose wird durch eine Anamnese und vollständige körperliche Untersuchung gestellt.
Die Behandlung erfolgt durch die Erwärmung des Körpers (zentrale Wärme) und anschließend das Eintauchen des gefrorenen Bereichs in immer wärmer werdendes Wasser, Schmerzmitteln und Entzündungshemmern, Antikoagulantien, Antibiotika bei dem Verdacht einer Infektion und nur bei Nichtansprechen auf diese Behandlung ist eine Amputation der erfrorenen Extremität in Betracht zu ziehen. Sie müssen im Krankenhaus behandelt werden.
- Biem J, Koehncke N, Classen D, et al; Out of the cold: management of hypothermia and frostbite. CMAJ. 2003 Feb 4;168(3):305-11.
- Sachs C, Lehnhardt M, Daigeler A, Goertz O. The Triaging and Treatment of Cold-Induced Injuries. Deutsches Ärzteblatt International. 2015;112(44):741-747. doi:10.3238/arztebl.2015.0741.
- Heil K, Thomas R, Robertson G, Porter A, Milner R, Wood A. Br Med Bull. 2016 Mar; 117(1):79-93.
- Ken Zafren, MD, FAAEM, FACEP, FAWM. C Crawford Mechem, MD, FACEP. Frostbite. UPToDate. Apr 20, 2015.

