Das Zervixkarzinom ist das Wachstum bösartiger Zellen im unteren Teil der Gebärmutter, der in die Vagina ragt, bekannt als Gebärmutterhals oder Zervix.
Das Zervixkarzinom ist weltweit die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Im Jahr 2018 wurden etwa 570.000 neue Fälle diagnostiziert, was etwa 6,6% aller Krebserkrankungen bei Frauen ausmacht.
Es wird häufig durch das humane Papillomavirus (HPV) verursacht, das als sexuell übertragbares Virus gilt. Das Risiko steigt bei Raucherinnen, Frauen, die mehr als ein Kind geboren haben (Multiparas), langfristige Verwendung von Verhütungsmitteln und Frauen mit HIV.
In der Regel verursacht es anfangs keine Symptome. Wenn Symptome auftreten, manifestieren sie sich oft als vaginale Blutungen und/oder Beckenschmerzen. Es kann auch mit braun-wässrigem Ausfluss, übel riechendem vaginalen Ausfluss und vaginalen Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr einhergehen.
Die Diagnose erfolgt durch eine gynäkologische Untersuchung der Vagina und des Zervixes, sowie durch Sichtung der Läsion. Es kann erforderlich sein, eine Zervixzytologie durchzuführen, eine HPV-Testung durchzuführen, einen Kulturabstrich zur Ausschluss anderer genitaler Infektionen zu nehmen oder eine Zervixbiopsie durchzuführen. Gelegentlich können weitere Untersuchungen wie eine Kolposkopie zur Vergrößerung des Gebärmutterhalses mit einer Linse, eine Ultraschalluntersuchung, eine Computertomographie oder eine Magnetresonanztomographie erforderlich sein, um die Untersuchung abzuschließen.
Die Behandlungsoptionen hängen vom Typ des Krebses, dem Stadium, dem Alter der Patientin und ihren Wünschen bezüglich Kinderwunsch ab. Es werden fünf Arten von Behandlungen, allein oder in Kombination, verwendet: Chirurgie, Strahlentherapie, Chemotherapie, zielgerichtete Therapie und Immuntherapie.
Der Einsatz von Kondomen beim Geschlechtsverkehr, die HPV-Impfung und regelmäßige gynäkologische Untersuchungen mit Zervixzytologie und/oder HPV-Test haben sich als die wirksamsten Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos für Gebärmutterhalskrebs erwiesen.
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