Endometriumpolypen sind Wucherungen der innersten Schicht der Gebärmutter, des Endometriums. Sie sind zwischen einigen Millimetern und 2 bis 3 Zentimetern groß. Sie sind mit der Gebärmutterhöhle durch ein schmaleres Gewebe verbunden, das die Blutgefäße enthält, die ihr Wachstum ermöglichen. Die überwiegende Mehrheit ist gutartig (99%).
Sie treten häufig bei Patientinnen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren auf, können aber auch nach der Menopause erscheinen.
Die meisten sind zwar symptomlos, aber das häufigste Symptom sind vaginale Blutungen, einschließlich starker Menstruationsblutungen, Menstruationsunregelmäßigkeiten oder Blutungen nach der Menopause. Sie können auch Fruchtbarkeitsprobleme verursachen.
Die Diagnose erfolgt klinisch durch Befragung und Genitaluntersuchung. Sie wird in der Regel durch bildgebende Verfahren wie den vaginalen Ultraschall ergänzt. In einigen Fällen kann es erforderlich sein, während der Ultraschalluntersuchung eine Flüssigkeit in die Gebärmutter einzuführen (Sonohysterographie), um den Polypen sichtbar zu machen. Die endgültige Diagnose wird durch eine Hysteroskopie gestellt, bei der eine Kamera durch den Gebärmutterhals eingeführt wird, um Zugang zur Gebärmutterhöhle zu erhalten. Diese Technik ermöglicht sowohl die Bestätigung der Diagnose als auch die Behandlung, da sie die Entnahme unter direkter Sicht ermöglicht.
Es gibt keine Mechanismen, um die Entwicklung von Endometriumpolypen zu verhindern. Wenn Sie schon einmal Endometriumpolypen hatten, kann es sein, dass Sie irgendwann in Ihrem Leben wieder welche bekommen.
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