Es handelt sich um den Bruch eines oder mehrerer Knochen, aus denen der Fuß besteht: 16 Zehenknochen (Phalangen) und 5 Knochen im mittleren Teil des Fußes (Metatarsalknochen). Diese Frakturen sind häufig, da es sich um kleine und zerbrechliche Knochen handelt.
Sie werden in der Regel durch ein direktes Trauma oder eine wiederholte Kompression des Knochens verursacht. Kompressionsfrakturen treten häufig bei Sportlern auf, die ihre Laufdistanzen schnell erhöhen. Sie werden durch Fußdeformitäten, Osteoporose und ungeeignetes Schuhwerk begünstigt.
Die häufigsten Symptome sind punktuelle Schmerzen, Verformung des Zehs, Blutergüsse, Schwellungen und Schmerzen während oder nach einer Aktivität. Die Schmerzen verschwinden im Ruhezustand und treten beim Ausführen einer Aktivität wieder auf.
Die Diagnose wird durch die klinische Untersuchung, körperliche Untersuchung und Röntgenaufnahmen der betroffenen Zehen gestellt. Manchmal ist es notwendig, Röntgenbilder des Gegenfußes anzufertigen, um die beiden zu vergleichen.
Die Behandlung umfasst Ruhe, Schmerzmittel und eine Schienung des Zehs, einschließlich einer Umwicklung des Zehs auf der Seite. Ein Schuh mit steifer Sohle schützt den Zeh und hilft, ihn in der richtigen Position zu halten. In schweren Fällen kann eine rekonstruktive Operation erforderlich sein.
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