Gehirnentzündung - Enzephalitis (Kinderheilkunde)

Mittlere Dringlichkeit
-Mäßig schwer

Enzephalitis beschreibt die Entzündung des Gehirns.

Sie wird in der Regel durch eine Virusinfektion verursacht, insbesondere durch Enteroviren, Masernviren und Varizella-Zoster-Viren. Sie kann auch durch Bakterien, einen Parasiten oder einen Pilz verursacht werden.

Die meisten Fälle verlaufen mild mit grippeähnlichen Symptomen und Kopfschmerzen. Schwere Fälle treten mit plötzlichem Fieber, starken Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Krämpfen, Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen und Koma auf.

Die Diagnose stützt sich auf eine ausführliche Anamnese und eine vollständige körperliche Untersuchung. Zur Vervollständigung der Studie sind ergänzende Untersuchungen erforderlich: Blut- und Liquoruntersuchungen, Serologie für Antikörper gegen Viren, Computertomographie, Elektroenzephalogramm und/oder Magnetresonanztomographie.

Die überwiegende Mehrheit der viralen Enzephalitis klingt spontan ab und erfordert lediglich eine symptomatische Behandlung. Bei schwerem allgemeinem Unwohlsein, Verwirrung, Unruhe oder starken Kopfschmerzen kann eine Krankenhauseinweisung zur Behandlung und Stabilisierung erforderlich sein.

Bibliographische Referenzen
  1. Hordur S Hardarson, MD. Acute viral encephalitis in children: Clinical manifestations and diagnosis. UpToDate. Oct 06, 2016.
  2. Hordur S Hardarson, MD. Acute viral encephalitis in children: Pathogenesis, incidence, and etiology. UpToDate. Oct 06, 2016.
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  4. Venkatesan A, Tunkel AR, Bloch KC, et al. Case definitions, diagnostic algorithms, and priorities in encephalitis: consensus statement of the international encephalitis consortium. Clin Infect Dis 2013; 57:1114.
  5. Tunkel AR, Glaser CA, Bloch KC, et al. The management of encephalitis: clinical practice guidelines by the Infectious Diseases Society of America. Clin Infect Dis 2008; 47:303.
Verfasser/-in
Dr. Sara Vitoria
Copyright
© TeckelMedical 2026

Symptome

    Neurologische Symptome: Beeinträchtigung von Sprache, Körperkraft oder Empfindung


    Verminderter Bewusstseinszustand


    Schläfrigkeit


    Schwierigkeiten, koordinierte Bewegungen durchzuführen


    Reizbarkeit

Prähospitale Empfehlungen

Nehmen Sie rezeptfreie Analgetika oder entzündungshemmende Mittel ein.
Ruhe bewahren.
Bei Krämpfen ist es wichtig zu verhindern, dass sich die Person den Kopf stößt. Zu diesem Zweck sollte die Person auf die Seite gelegt und kein Gegenstand oder eine Hand in den Mund gesteckt werden.
Einnehmen von Antiemetika, wenn Erbrechen auftritt.