Das Hirnödem ist Teil der Bergkrankheit (MAM), die oberhalb von 2500m Höhe auftritt.
In der Höhe herrscht ein niedrigerer Sauerstoffpartialdruck, der zu einer Erhöhung der Durchlässigkeit der Blutkapillaren und damit zu einer Ansammlung von Flüssigkeit in den Gehirnzellen führt. Mangelnde Akklimatisierung, Dehydrierung oder eine frühere Höhenkrankheit können zum Ausbruch dieser führen.
Die Symptome sind progressiv, mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Schwindelgefühl und Reizbarkeit.
Es handelt sich um einen lebensbedrohlichen Notfall, der eine sofortige Behandlung erfordert, wobei der Abstieg mit einer Sauerstofftherapie und Dexamethason eingeleitet wird.
- Scott A Gallagher, MD. Peter Hackett, MD. Jonathan M Rosen, MD. High altitude illness: Physiology, risk factors, and general prevention. UpToDate. Apr 15, 2015.
- Scott A Gallagher, MD. Peter Hackett, MD. Acute mountain sickness and high altitude cerebral edema. UpToDate. Mar 03, 2016.
- Wilson MH, Newman S, Imray CH. The cerebral effects of ascent to high altitudes. Lancet Neurol 2009; 8:175.
- Bailey DM, Bärtsch P, Knauth M, Baumgartner RW. Emerging concepts in acute mountain sickness and high-altitude cerebral edema: from the molecular to the morphological. Cell Mol Life Sci 2009; 66:3583.
- Schoene RB. Illnesses at high altitude. Chest 2008; 134:402.

