Hautleishmaniose

Nicht dringend
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Infektionskrankheit, verursacht durch einen Einzeller namens Leishmania. Wenn sie Symptome auf der Haut zeigt, wird sie als kutane Leishmaniose bezeichnet.
Tritt häufiger in Südeuropa, Asien, Afrika, Mexiko, Zentral- und Südamerika auf.

Übertragen wird sie durch den Stich einer Mücke namens Sandmücke, die Hunde und/oder Nagetiere sticht und dann Menschen sticht.

Das erste Symptom ist oft eine Schwellung in der Haut, die an der Stelle des Stichs Wochen oder sogar Monate später auftritt. Hier sammeln sich Parasiten und weiße Blutkörperchen, die versuchen, die Infektion einzudämmen. Mit der Zeit vergrößert sich die Schwellung und wird zu einer offenen Wunde in Form eines Geschwürs, das eitert und schließlich eine Kruste bildet. Gleichzeitig erscheinen neue Schwellungen in der Umgebung der ursprünglichen Schwellung. Die Geschwüre sind in der Regel schmerzlos und werden nicht von anderen Symptomen begleitet, es sei denn, sie werden durch Bakterien überinfiziert, wobei Schmerzen, Hautrötung und Fieber auftreten.

Die Verdachtsdiagnose ist klinisch, wenn die Schwellung in der Haut offensichtlich ist und bei der Befragung ein möglicher Mückenstich im Bereich der Läsion festgestellt wird. Zur Bestätigung der Diagnose muss eine Probe aus dem Geschwür entnommen werden, in der Leishmania in der Kultur isoliert und/oder ihr genetisches Material nachgewiesen wird.

Die Behandlung hängt von der Größe des Geschwürs ab. Bei einem kleinen Geschwür kann es mit Kryotherapie, Paromomycin-Salbe und/oder Injektion von Natriumstibogluconat in die Wunde behandelt werden. Bei größeren Geschwüren und/oder bei mehreren Geschwüren ist die Verabreichung eines antileishmaniellen Medikaments wie liposomales Amphotericin B oder Miltefosin angezeigt.
Im Falle einer bakteriellen Superinfektion sollte ein übliches Antibiotikum für Hautinfektionen hinzugefügt werden.

Es wird empfohlen, Leishmaniose zu verhindern, indem man Mückenstiche mit Repellents, geeigneter Kleidung und Moskitonetzen vermeidet. Außerdem sollten, wenn möglich, Aktivitäten im Freien ab der Dämmerung vermieden werden, wenn Mücken am aktivsten sind.

Bibliographische Referenzen
  1. Aronson N, Herwaldt BL, Libman M, et al. Diagnosis and Treatment of Leishmaniasis: Clinical Practice Guidelines by the Infectious Diseases Society of America (IDSA) and the American Society of Tropical Medicine and Hygiene (ASTMH). Clin Infect Dis 2016; 63:e202.
  2. Aronson NE, Joya CA. Cutaneous Leishmaniasis: Updates in Diagnosis and Management. Infect Dis Clin North Am 2019; 33:101.
  3. Melby PC. Experimental leishmaniasis in humans: review. Rev Infect Dis 1991; 13:1009.
  4. Dowlati Y. Cutaneous leishmaniasis: clinical aspect. Clin Dermatol 1996; 14:425.
Verfasser/-in
Dr. Oscar Garcia-Esquirol
Copyright
© TeckelMedical 2026

Symptome

    Beulen in der Nähe der ursprünglichen Stelle des Bisses


    Geschwür von einem harten Schorf bedeckt


    Geschwür im Bereich des Stiches


    Geschwollene Beule am Insektenstich


    Hautveränderungen mit Eiter

Selbstfürsorge

Vermeiden von Kratzen oder Schäden der Haut zu verursachen.
Konsultieren Sie Ihren Hausarzt über die Indikation von pentavalenten Antimon, Antimykotika und/oder Antibiotika.