Es handelt sich um eine Erhöhung des Kalziumspiegels im Blut über den Normalwert (10,5 mg/dL). Calcium ist an vielen enzymatischen Reaktionen des Stoffwechsels sowie an der Regulierung der Muskelkontraktion beteiligt.
Die häufigsten Ursachen sind: ein Überschuss an Nebenschilddrüsenhormonen, Tumore, Veränderungen der Nierenfunktion und Medikamente, die einen Überschuss an Vitamin D verursachen.
Sie äußert sich durch muskuläre Müdigkeit, mentale Veränderungen (Angst, Depression, Stupor, Koma), Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Knochenerkrankungen (Schmerzen, Arthritis, Osteoporose, usw.), hohen Blutdruck und Gicht. Schwere Fälle können zu psychischen Störungen, Muskelerkrankungen oder schweren Verdauungsstörungen führen.
Die Diagnose erfolgt klinisch, durch Befragung und körperliche Untersuchung. Sie wird durch eine Blutuntersuchung bestätigt, bei der eine erhöhte Kalziumkonzentration festgestellt wird.
Die auslösende Ursache sollte behandelt und die Kalziumkonzentration im Blut durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Diuretika gesenkt werden. Sobald die Ursache behandelt wurde, sollte eine Behandlung mit Bisphosphonaten und Calcitonin erfolgen.
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