Es handelt sich um eine Abnahme der Gesamtmenge an Kalziumionen im Plasma, die unter dem als normal geltenden Wert (8,5 mg/dL oder 2,1 mmol/L) liegt. Kalzium ist ein wichtiger Bestandteil für das Funktionieren der Muskeln, insbesondere der Muskeln der Extremitäten und des Herzens.
Die häufigsten Ursachen sind: Hypoparathyreoidismus, vollständige Entfernung der Schilddrüse, Pankreatitis, Vitamin-D-Mangel und Hypomagnesiämie.
Sie äußert sich durch Empfindungsstörungen in Form von Kribbeln in den Fingern und um den Mund herum; auch Muskelspasmen können auftreten. In schweren Fällen kommt es zu einer Tetanie aufgrund einer starken Muskelsteifheit.
Die Diagnose erfolgt klinisch durch Befragung, körperliche Untersuchung und eine analytische Untersuchung. Weitere ergänzende Tests können durchgeführt werden, um die auslösende Ursache zu ermitteln.
Die Behandlung erfolgt mit oralen Kalzium- und Vitamin-D-Präparaten, die die Aufnahme von Kalzium im Darm und die Rückresorption von Kalzium in den Nieren fördern. In schweren Fällen kann eine Krankenhauseinweisung zur Behandlung mit intravenösem Kalzium und Magnesium sowie zur Behandlung der auslösenden Krankheit erforderlich sein.
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