Als Cheilitis bezeichnet man akute oder chronische Entzündungszustände der Lippen (labiale Submukosa) oder der Labialkommissuren.
Sie kann durch eine Vielzahl endogener oder exogener Faktoren ausgelöst werden, die häufigsten sind atopische Dermatitis, Kontaktreizstoffe oder Allergene, chronische Sonnenexposition und Infektionen. Eine sekundäre Beteiligung der Lippen kann bei vielen kutanen und systemischen Erkrankungen auftreten, z.B. bei Lichen planus, Lupus erythematodes, Autoimmunerkrankungen mit Blasenbildung, Morbus Crohn, Sarkoidose und Ernährungsmängeln. Es gibt verschiedene Arten von Cheilitis: Anguläre, ekzematöse, aktinische, glanduläre, granulomatöse und plasmazelluläre.
Zu den häufigsten Symptomen gehören Erythem, Trockenheit, Schälen, Vorhandensein von Fissuren, Entzündung, Juckreiz und Brennen.
Die Diagnose wird durch die klinische Befragung und körperliche Untersuchung gestellt.
Die Behandlung richtet sich nach der Art der Cheilitis. Sie basiert auf allgemeinen Maßnahmen wie der Aufrechterhaltung einer optimalen Mundhygiene, der Verwendung von Barrierecreme oder Vaseline und der medizinischen Behandlung mit topischen (Creme), intraläsionalen oder systemischen (oralen) Kortikosteroiden, Antibiotika (im Falle einer Infektion) und je nach Entwicklung der Operation.
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