Ein Rektumprolaps ist der Austritt des Rektums durch die Analöffnung.
Mehrere Faktoren beeinflussen seine Entstehung, darunter Beckenbodenstörungen, geschwächte Analschließmuskeln, ein abnorm langer Dickdarm, Prolaps des Dünndarms, Verstopfung, Durchfall und chronischer Husten.
Das Hauptmerkmal sind Schmerzen beim Stuhlgang, wenn die innere Auskleidung des Rektums aus der Analöffnung herausragt. Dabei kann es leicht bluten.
Die Diagnose stützt sich auf eine Anamnese und eine körperliche Untersuchung, einschließlich einer rektalen Untersuchung. Ergänzende Untersuchungen können Bluttests und eine Koloskopie umfassen.
Fälle von unvollständigem Prolaps können mit einer ballaststoffreichen Diät behandelt werden. Bei vollständigem Prolaps besteht die Alternative in einem chirurgischen Eingriff, welcher auf abdominalem oder perinealem Weg durchgeführt werden kann.
- Rizwan Ahmed, Susan L. Gearhart. Diverticulosis y trastornos anorrectales frecuentes. Harrison. Principios de Medicina Interna. Volumen 2. 19ª Edición. 1971:1978.

