Medikamentenbedingte Bewegungsstörungen - Medikamentöse Dystonie

Mittlere Dringlichkeit
-Mäßig schwer

Unfreiwillige und anhaltende Kontraktion eines oder mehrerer Muskeln verursacht durch ein Medikament.

Normalerweise tritt dies bei neueren Medikamenten auf, kann aber auch bei langfristigen Behandlungen auftreten. Am häufigsten betroffen sind: Dopaminerge Blocker (einschließlich Neuroleptika), Antiemetika (Metoclopramid), Antivertiginosa (Tietilperazin), Antiepileptika (Carbamazepin, Gabapentin) und Antidepressiva (Fluoxetin, Paroxetin und Amitriptylin).

Die am häufigsten betroffenen Muskeln sind im Nacken, Armen und Beinen. Die Symptome zeigen sich durch Steifheit und Muskelschmerzen, wiederholte Bewegungen und Zittern.

Die Diagnose erfolgt klinisch durch Befragung zum Substanzkonsum.

Die Behandlung zielt darauf ab, Muskelkontraktionen und Schmerzen zu reduzieren, die die täglichen Aktivitäten beeinträchtigen können. Dies kann durch Medikamente, Botox-Injektionen, chirurgische Eingriffe, Physiotherapie oder eine Kombination dieser Therapien erreicht werden.

Bibliographische Referenzen
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  5. Albanese A, Asmus F, Bhatia KP, et al. EFNS guidelines on diagnosis and treatment of primary dystonias. Eur J Neurol 2011; 18:5.
Verfasser/-in
Dr. Sara Vitoria
Copyright
© TeckelMedical 2026

Symptome

    Steifheit aufgrund von Muskelkontraktion


    Steife Muskeln erschweren das Kauen


    Muskelkontraktion verschlimmert sich mit Stress und verbessert sich mit Entspannung


    Schmerzhafte Muskelkontraktion


    Steifer Nacken