Die antisoziale Persönlichkeit, auch als Psychopathie oder Soziopathie bekannt, ist eine Störung, bei der die Person nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden kann und die Rechte und Gefühle anderer ignoriert. Ihre Prävalenz liegt bei 3% in der Allgemeinbevölkerung; sie ist bei Männern häufiger als bei Frauen und tritt typischerweise in der Adoleszenz oder im frühen Erwachsenenalter auf.
Die Ursachen sind multifaktoriell und umfassen genetische, umweltbedingte und psychologische Faktoren.
Zu den häufigsten Symptomen gehören die Missachtung sozialer und rechtlicher Normen, mangelnde Empathie, Verantwortungslosigkeit, Impulsivität, Manipulation und Täuschung. Es handelt sich um Personen, die Probleme haben, gesunde zwischenmenschliche Beziehungen aufrechtzuerhalten, und sie können eine Tendenz zur Gewalt haben.
Die Diagnose erfolgt durch eine vollständige Anamnese, die von einem Psychiater oder Psychologen durchgeführt wird, der bestätigt, dass die Kriterien der DSM-V-Klassifikation erfüllt sind. Zusätzlich können Labortests und körperliche Untersuchungen durchgeführt werden, um andere medizinische Zustände auszuschließen, die zu den Symptomen beitragen könnten.
Die Behandlung umfasst Psychotherapie und Medikamente zur Behandlung der Symptome von damit verbundener Angst und Depression.
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