Es handelt sich um eine viel seltener auftretende Variante des Guillain-Barré-Syndroms, bei der eine autoimmunbedingte Zerstörung der Myelinscheide der Nerven auftritt.
Die genaue Ursache für die autoimmunen Reaktionen ist unbekannt, obwohl starke Evidenzien darauf hinweisen, dass eine bakterielle oder virale Infektion als Auslöser wirkt.
Es zeichnet sich durch das Vorhandensein von drei Symptomen aus: Ophthalmoplegie (Teilparalyse der Augenmuskulatur), Ataxie (Störung der Extremitätenkoordination) und Arreflexie (fehlende Muskelreflexe). Es beginnt schleichend und ist typischerweise nicht mit Schwäche verbunden.
Die Diagnose erfolgt klinisch durch Befragung und körperliche Untersuchung. Sie wird durch den Nachweis von Antikörpern im Bluttest bestätigt.
Die Behandlung umfasst die Verabreichung von Immunglobulinen und Plasmapherese.
- Francine J Vriesendorp, MD. Clinical features and diagnosis of Guillain-Barré syndrome in adults. UpToDate. Jun 15, 2016.
- Lo YL. Clinical and immunological spectrum of the Miller Fisher syndrome. Muscle Nerve 2007; 36:615.
- Winer JB. Bickerstaff's encephalitis and the Miller Fisher syndrome. J Neurol Neurosurg Psychiatry 2001; 71:433.
- Nishimoto Y, Odaka M, Hirata K, Yuki N. Usefulness of anti-GQ1b IgG antibody testing in Fisher syndrome compared with cerebrospinal fluid examination. J Neuroimmunol 2004; 148:200.
- Maslanka S. Rao AK. Botulismo. Harrison. Principios de Medicina Interna. Volumen 2. 19º Edición: 989.
- Hauser SL. Amato AA. Síndrome de Guillain-Barré y otras neuropatías mediadas por mecanismos inmunitarios. Harrison. Principios de Medicina Interna. Volumen 2. 19º Edición: 2694-2698.

