Mukokutane Leishmaniose

Mittlere Dringlichkeit
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Parasitärerkrankung, verursacht durch einen Protozoen der Gattung Leishmania, die durch den Stich einer infizierten Mücke übertragen wird.

Die Ursache ist eine Mücke, die sich zuvor infiziert hat, indem sie ein infiziertes Säugetier gestochen hat. Meistens handelt es sich um Haustiere, gewöhnlich Hunde, aber es können auch Wildtiere oder sogar andere Menschen sein.

Die Krankheit beginnt normalerweise mit einem oder mehreren Hautgeschwüren, die über die Lymph- und Blutgefäße die Schleimhäute infizieren. In kurzer Zeit heilen die Hautläsionen, und erst Monate oder sogar Jahre später treten Symptome wie Nasenverstopfung, eitriger Ausfluss und Schmerzen in den betroffenen Schleimhäuten auf. Wenn die Schleimhautläsionen fortschreiten, können sie Deformitäten und sogar Amputationen von Nase und Gaumen verursachen.

Die Diagnose erfolgt klinisch durch Anamnese und körperliche Untersuchung, kombiniert mit ergänzenden Tests: Blutuntersuchung und Gewebebiopsie. Es können Kulturen der gewonnenen Proben und/oder ein Hypersensibilitätstest durchgeführt werden, indem das Antigen in die Haut injiziert und beobachtet wird, ob eine Hautreaktion entsteht.

Die Behandlung basiert auf pentavalenten Antimon-Präparaten, Antimykotika und/oder Antibiotika.

Die beste Prävention besteht darin, Mückenstiche in endemischen Gebieten (Naher Osten, Mittelamerika, Südamerika, Asien, Afrika oder Südeuropa) zu vermeiden. Dazu kann man Kleidung tragen, die den ganzen Körper bedeckt, vermeiden, sich zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang im Freien aufzuhalten, sowie Mückenabwehrmittel oder Moskitonetze verwenden. Es gibt keinen Impfstoff zur Vorbeugung.

Bibliographische Referenzen
  1. M. Corachán. Leishmaniasis Kala-azar. Farreras Rozman. Medicina Interna. Volumen II. Duodécima edición. 2378:2380.
  2. J. Guerrero, J.A. Ruiz, J.J Menéndez, A. Barrios. Manual de Diagnóstico y Terapéutica en Pediatría. Enfermedades infecciosas. Leishmaniasis. Publimed. Quinta edición. 657-659.
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Verfasser/-in
Dr. Oscar Garcia-Esquirol
Copyright
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Symptome

    Geschwür im Bereich des Stiches


    Geschwüre in der Nase


    Mundgeschwür oder -wunde


    Schleim verstopft die Nase


    Schluckbeschwerden

Prähospitale Empfehlungen

Moderate Ruhe, Ausruhen bis die Symptome nachlassen.
Eine Flüssigkeitszufuhr von 2 Litern pro Tag einhalten.