Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die körpereigenen Abwehrkräfte die Myelinscheide zerstören, die die Neuronen des zentralen Nervensystems im Gehirn und Rückenmark umgibt. Diese Krankheit tritt dreimal häufiger bei Frauen auf und tritt üblicherweise zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr erstmals auf.
Die genaue Ursache ist nicht bekannt, aber es wird angenommen, dass genetische und Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Genetische Faktoren sind relevant, da die Krankheit häufiger bei Kaukasiern auftritt, während Umweltfaktoren wie eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus bekannt sind, die eine Immunantwort auslösen und die Erkrankung beschleunigen können.
Die Krankheit äußert sich durch neurologische Symptome, obwohl es kein spezifisches Symptom für Multiple Sklerose gibt. Zu den häufigsten gehören Empfindungsstörungen, Sehverlust, Gangunsicherheit, Doppelbilder und Gleichgewichtsstörungen. Typischerweise tritt sie in Schüben auf, die von wenigen Tagen bis Monaten dauern können, wobei die Symptome je nach Phase variieren.
Die Diagnose erfolgt klinisch durch Befragung und körperliche Untersuchung. Zur Bestätigung wird eine Magnetresonanztomographie durchgeführt, um den betroffenen Bereich zu lokalisieren.
Bislang gibt es keine Heilung, jedoch gibt es Behandlungsmöglichkeiten, die den Krankheitsverlauf verlangsamen und helfen können, die Symptome zu kontrollieren, um eine normale Lebensqualität aufrechtzuerhalten.
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