Das Piriformis-Syndrom besteht aus einer Kontraktur oder einem Spasmus dieses Muskels im Bereich der Hüfte, meist auf einer Seite, obwohl es auch beidseitig sein kann.
Es wird durch eine Verletzung des Piriformis-Muskels verursacht, die durch eine übermäßige Beanspruchung desselben entstehen kann, z.B. durch langes Sitzen, zu viel Sport, Laufen, Gehen oder andere sich wiederholende Tätigkeiten, Sport treiben, Treppensteigen, Heben schwerer Gegenstände, Verkehrsunfälle, Stürze, plötzliche Drehungen der Hüfte und/oder penetrierende Verletzungen.
Das Hauptsymptom ist die Ischialgie (Schmerzen im Bereich des Verlaufs des Ischiasnervs). Weitere Symptome sind Empfindlichkeit oder kurzzeitige Schmerzen im Gesäß, Taubheitsgefühl oder Kribbeln im Gesäß entlang der Rückseite des Beins, Schwierigkeiten beim Sitzen, Schmerzen beim Sitzen, die sich verschlimmern, wenn man länger sitzen bleibt, Schmerzen, die sich bei Aktivität verschlimmern und Schmerzen im unteren Teil des Körpers, die so stark sind, dass sie die Person handlungsunfähig machen.
Die Diagnose wird durch klinische Befragung, körperliche Untersuchung und bildgebende Untersuchungen wie MRT oder CT-Scan gestellt, um andere Ursachen auszuschließen.
Die Behandlung basiert auf der Kontrolle der Symptome durch Haltungskontrolle, entzündungshemmende Medikamente, Muskelrelaxantien, Elektrotherapie und, als letztes Mittel, einen chirurgischen Eingriff.
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