Es handelt sich um den Bruch einer oder mehrerer Rippen, d.h. der Knochen, die das Brustbein mit der Wirbelsäule verbinden und den "Brustkorb" formen, in dem sich Lunge, Herz und andere lebenswichtige Organe befinden.
In der Regel ist er auf ein direktes Trauma des Brustkorbs gegen einen stumpfen Gegenstand oder den Boden zurückzuführen.
Er äußert sich durch starke, pochende Schmerzen, die bei Bewegung und tiefer Atmung zunehmen. Der Schmerz verursacht eine flache Atmung, um eine Bewegung der Bruchstelle zu vermeiden, was zu Ateminsuffizienz und Lungenkollaps führen kann. Ist das Trauma schwerwiegend, kann es auch zu Verletzungen der inneren Organe kommen, die es normalerweise schützt. Wenn beispielsweise ein Splitter des gebrochenen Knochens das Rippenfell durchbricht und die Lunge "punktiert", kann es zu einem Luftaustritt kommen, der zu einem Pneumothorax führt.
Die Diagnose wird klinisch durch Befragung und eine körperliche Untersuchung gestellt. Um die Untersuchung der Läsion zu vervollständigen, wird eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs durchgeführt. In schweren Fällen kann es erforderlich sein, die inneren Läsionen mit einer Computertomographie zu untersuchen.
Die Behandlung zielt darauf ab, die Schmerzen zu kontrollieren und eine korrekte Atmung zu fördern. Um dies zu erreichen, werden Schmerzmittel, entzündungshemmende Medikamente und Atemphysiotherapie (5 tiefe Atemzüge alle 2 Stunden, Umarmen eines Kissens zum Husten) eingesetzt.
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