Nach einer Verletzung produzieren die Gewebe eine entzündliche Flüssigkeit als Reaktion auf den erlittenen Schaden. Normalerweise resorbiert das Lymphsystem die Flüssigkeit spontan, aber wenn sie in übermäßiger Menge produziert wird und sich ansammelt, entsteht ein Serom. Diese Flüssigkeitsansammlung ist häufiger nach Operationen, bei denen Haut und Fettgewebe geschnitten und manipuliert wurden, wie es bei Brustoperationen der Fall ist. Es tritt in der Regel 7 - 10 Tage nach der Operation auf und zeigt sich als ein Hautbereich in der Nähe der Narbe, der sich bei Berührung fluktuierend anfühlt. Es kann von Schmerzen und Rötung der Brust sowie einer Größenzunahme begleitet sein. Kleine Serome können von der Haut natürlich resorbiert werden und lösen sich in weniger als einem Monat auf. Es gibt jedoch Fälle, in denen eine spezifische Behandlung erforderlich ist:
- Lokale physikalische Maßnahmen: Ruhe des betroffenen Bereichs und Verwendung eines gut sitzenden Sport-BHs.
- Medizinische Behandlung: Es wird eine Behandlung mit entzündungshemmenden Medikamenten bis zur Resorption empfohlen. Bei Verdacht auf eine Infektion kann auch eine antibiotische Behandlung erforderlich sein.
- Evakuierung: Es kann notwendig sein, den Inhalt des Seroms durch Punktion und Aspiration oder durch einen erneuten Eingriff zu evakuieren.
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