Eine eingeklemmte Hernie ist das Hervortreten eines Darmabschnitts aus dem Bauchraum. Sie wird als "eingeklemmt" bezeichnet, wenn der Darm nicht in den Bauchraum zurückgeführt werden kann und seine innere Struktur geschädigt wird.
Es gibt erbliche Ursachen (angeborene Störung der Bauchwand) und erworbene Ursachen (Bauchtrauma). Ihr Auftreten wird durch Fettleibigkeit, intensive körperliche Betätigung und chronische Verstopfung begünstigt.
Sie manifestiert sich als schmerzhafte Vorwölbung in der Bauchwand. Der Schmerz verstärkt sich normalerweise beim Aufstehen, beim Pressen zum Stuhlgang und beim Husten. Sie kann von Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, leichtem Fieber und einer Zunahme des Bauchumfangs begleitet sein. In schwereren Fällen kommt es zu sehr starken Bauchschmerzen, die zu einer Verhärtung der Bauchwand führen.
Die Diagnose erfolgt klinisch durch Befragung und körperliche Untersuchung, bei der eine schmerzhafte Vorwölbung festgestellt wird, die nicht in den Bauchraum zurückgeführt werden kann. Zur Bestätigung der Diagnose kann eine bildgebende Untersuchung erforderlich sein: Röntgen, Bauchultraschall und/oder Computertomographie.
Eine dringende chirurgische Behandlung ist erforderlich, oft mit Resektion eines Darmabschnitts.
- Park AE, Roth JS, Kavic SM. Abdominal wall hernia. Curr Probl Surg 2006; 43:326.
- Miserez M, Alexandre JH, Campanelli G, et al. The European hernia society groin hernia classification: simple and easy to remember. Hernia 2007; 11:113.
- Franz MG. The biology of hernias and the abdominal wall. Hernia 2006; 10:462.
- Davis BS, Dunn DP, Hostetler VC. Beyond hernias: a multimodality review of abdominal wall pathology. Br J Radiol 2017; 90:20160719.

