Strangulierter Bauchwandbruch - Strangulierte Bauchwandhernie

Mittlere Dringlichkeit
-Mäßig schwer

Eine eingeklemmte Hernie ist das Hervortreten eines Darmabschnitts aus dem Bauchraum. Sie wird als "eingeklemmt" bezeichnet, wenn der Darm nicht in den Bauchraum zurückgeführt werden kann und seine innere Struktur geschädigt wird.

Es gibt erbliche Ursachen (angeborene Störung der Bauchwand) und erworbene Ursachen (Bauchtrauma). Ihr Auftreten wird durch Fettleibigkeit, intensive körperliche Betätigung und chronische Verstopfung begünstigt.

Sie manifestiert sich als schmerzhafte Vorwölbung in der Bauchwand. Der Schmerz verstärkt sich normalerweise beim Aufstehen, beim Pressen zum Stuhlgang und beim Husten. Sie kann von Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, leichtem Fieber und einer Zunahme des Bauchumfangs begleitet sein. In schwereren Fällen kommt es zu sehr starken Bauchschmerzen, die zu einer Verhärtung der Bauchwand führen.

Die Diagnose erfolgt klinisch durch Befragung und körperliche Untersuchung, bei der eine schmerzhafte Vorwölbung festgestellt wird, die nicht in den Bauchraum zurückgeführt werden kann. Zur Bestätigung der Diagnose kann eine bildgebende Untersuchung erforderlich sein: Röntgen, Bauchultraschall und/oder Computertomographie.

Eine dringende chirurgische Behandlung ist erforderlich, oft mit Resektion eines Darmabschnitts.

Bibliographische Referenzen
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Symptome

    Knoten im Bauch


    Schmerzhafter Knoten lässt sich nicht in den Bauchraum zurückschieben


    Geschwulst wird sichtbarer beim Husten


    Gefühl von Schwere oder Unwohlsein im Bauch


    Unerträgliche Schmerzen

Prähospitale Empfehlungen

Eine Flüssigkeitszufuhr von 2 Litern pro Tag einhalten.
Vermeiden der Einnahme von Schmerzmitteln vor der Untersuchung durch einen Chirurgen.