Der unfreiwillige Stuhlgang, der bei einem Kind über 4 Jahren auftritt.
Es ist häufiger bei Jungen als bei Mädchen und bei Menschen aus einem Umfeld mit niedrigem sozioökonomischen Niveau.
Es gibt keine organische Ursache, die dies rechtfertigt, der Auslöser ist in der Regel funktionell, wie z.B. emotionale Probleme.
Es äußert sich durch das Auslaufen von Kot auf die Kleidung, was mit Durchfall verwechselt werden kann. Es kann auch als Verstopfung mit trockenem und hartem Stuhl, Entfernung von großen Stühlen, Vermeidung von Stuhlgang, lange Zeiträume zwischen den Stuhlgängen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und Probleme mit Harninkontinenz während des Tages auftreten. Bei Mädchen kann es auch mit wiederkehrenden Harnwegsinfektionen in Verbindung gebracht werden.
Die Diagnose wird durch Anamnese und körperliche Untersuchung durchgeführt.
Die Behandlung hat zwei Ansätze: Behandlungen zur Heilung und Vorbeugung von Verstopfung (Diät, Einläufe, Polyethylenglykol-Lösungen) und psychotherapeutische Behandlungen. In bestimmten Fällen kann eine Kombination von beidem erforderlich sein.
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