Es handelt sich um eine Störung des Körpers, bei der eine große Menge an Flüssigkeit in Form von Urin ausgeschieden wird, weil die Nieren nicht in der Lage sind, den Urin normal zu konzentrieren, und eine große Menge an verdünntem Urin ausgeschieden wird (Polyurie: Mehr als 3 Liter/Tag).
Liegt die Ursache in einer Störung der Produktion oder Freisetzung des Hormons, das den Urin konzentriert, des antidiuretischen Hormons oder des Vasopressins, spricht man von einem zentralen Diabetes insipidus. Die häufigsten Ursachen sind: Gehirnoperationen, Traumata, Tumore, Infektionen und Sarkoidose. Wenn die Störung in den Nieren auftritt, weil diese nicht in der Lage sind, auf das vom Gehirn freigesetzte antidiuretische Hormon zu reagieren, spricht man von nephrogenem Diabetes insipidus.
Symptome sind eine übermäßige Urinproduktion (mehr als 3 Liter pro Tag) und ein deutlich verstärktes Durstgefühl.
Die Diagnose wird durch klinische Befragung, körperliche Untersuchung, Blut- und Urintests gestellt. Zur Bestätigung der Unfähigkeit, den Urin zu konzentrieren, sollte ein "Flüssigkeitsentzugstest" durchgeführt werden.
Die Behandlung zielt auf die auslösende Ursache ab. Wenn die Ursache zentral ist, wird das Hormon in Form von Nasenspray, Tabletten oder mehrmals täglich intravenös verabreicht. Liegt die Ursache in der Niere, wird am häufigsten mit Thiaziden behandelt.
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