Infektionskrankheit der Haut, die die oberflächlichste Schicht der Dermis betrifft. Sie tritt am häufigsten bei Personen über 50 Jahren, bei Übergewicht und Diabetikern auf.
Es wird durch eine Infektion mit Bakterien verursacht, in der Regel aus der Familie der Streptokokken der Gruppe A, wie S.pyogenes, die durch eine Wunde oder ein Geschwür in den Körper gelangen. Krankheiten wie Immunsuppression, Diabetes, Alkoholismus oder Rauchen gelten als Risikofaktoren.
Sie ist gekennzeichnet durch rote, glänzende, erhabene, harte, schmerzhafte Plaques mit klar abgegrenzten Kanten im Gesicht, an den Händen und/oder Beinen. Sie können mit hohem Fieber, Schüttelfrost und Unwohlsein verbunden sein. Es gibt auch einen schwereren Erysipel mit Bläschen, den so genannten bullösen Erysipel, bei dem den Plaques Ampullen mit Flüssigkeit hinzugefügt werden.
Die Diagnose wird von der Klinik durchgeführt und unterscheidet sich von Cellulite dadurch, dass letztere tiefer und schlechter abgegrenzt ist.
Die Behandlung basiert auf der Verwendung von Antibiotika wie Penicillin oder Erythromycin, für 10-14 Tage. Paracetamol sollte bei Fieber und entzündungshemmende Medikamente bei Schmerzen zugegeben werden. Die Blasen können mit Cremes behandelt werden. In schwereren Fällen mit Nekrose kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein. Die Erkrankung kann wiederkehren und chronische Lymphödeme verursachen. Weitere Komplikationen sind Thrombophlebitis, Abszesse und Gangräne.
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